Männliche Eleganz in der Stadt



LONDON WINTER STYLE – 6 HERRENOUTFITS ZWISCHEN BRITISCHER ELEGANZ UND MODERNEM STREETSTYLE
Klassische Herrenmode aus London neu interpretiert: Sechs stilvolle Winteroutfits mit Wollmänteln, Zweireihern, Rollkragenpullovern, Cordhosen und eleganten Accessoires zeigen, wie moderne Männer britische Schneidertradition mit individuellem Streetstyle verbinden können.
London hat ein bemerkenswertes Verhältnis zur Herrenmode.
Kaum eine andere europäische Metropole verbindet klassische Schneiderkunst so selbstverständlich mit modischer Eigenwilligkeit.
Hier gehören maßgeschneiderte Anzüge, traditionelle Herrenausstatter und hochwertige Wollmäntel genauso zum Stadtbild wie extravagante Kombinationen, auffällige Farben und bewusst gebrochene Stilregeln.
Auf der einen Seite die Savile Row.
Auf der anderen Seite die kreativen Straßen von Soho, Mayfair und Shoreditch.
Dazwischen eine Stadt, in der ein Mann mit einem klassischen Zweireiher ebenso selbstverständlich auftreten kann wie mit einem orangefarbenen Wollmantel, gemustertem Schal und schweren Lederboots.
Und genau das macht London für unsere THE STYLE EDIT so interessant.
Denn guter Stil entsteht nicht zwangsläufig dadurch, dass man sich möglichst unauffällig kleidet.
Manchmal entsteht er gerade durch eine ungewöhnliche Kombination.
Durch eine besondere Farbe.
Einen außergewöhnlichen Mantel.
Oder einen klassischen Anzug, der mit modernen Proportionen plötzlich eine vollkommen neue Wirkung bekommt.
LONDON WINTER STYLE.
SECHS LOOKS. SECHS INTERPRETATIONEN MODERNER HERRENMODE.
Für unsere neue dreiseitige Magazin-Edition haben wir sechs Outfits zusammengestellt, die unterschiedliche Facetten britisch inspirierter Eleganz zeigen.
Vom dunklen City-Classic-Look über warmes Ton-in-Ton-Tailoring bis hin zum orangefarbenen Statement-Mantel und dem eleganten Doppelreiher mit goldfarbenen Knöpfen.
Sechs Looks, die eines gemeinsam haben:
Sie wollen nicht möglichst teuer aussehen. Sondern möglichst gut.
WAS MACHT DEN LONDONER HERRENSTIL SO BESONDERS?
Wer sich mit klassischer Herrenmode beschäftigt, kommt an London kaum vorbei.
Die britische Schneidertradition hat über Generationen hinweg wesentliche Elemente der internationalen Herrengarderobe geprägt.
Gut konstruierte Sakkos.
Klare Schulterlinien.
Doppelreiher.
Strukturierte Wollstoffe.
Tweed, Flanell und Cord.
Und natürlich die klassischen Mäntel, die eine elegante Silhouette auch bei kühlem Wetter vervollständigen.
Doch Londoner Stil besteht nicht ausschließlich aus Tradition.
Er lebt auch von der Fähigkeit, klassische Kleidungsstücke neu miteinander zu kombinieren.
Ein Rollkragenpullover ersetzt das Hemd.
Ein kräftiger Wollmantel wird mit lässiger Cordhose getragen.
Ein eleganter Zweireiher trifft auf moderne Loafer.
Oder ein auffälliger Schal bringt Farbe in eine ansonsten zurückhaltende Garderobe.
Besonders interessant ist dabei die Verbindung unterschiedlicher Materialien.
Glatter Strick neben grobem Wollstoff.
Weiche Flanellhosen unter strukturierten Mänteln.
Glattleder oder Veloursleder als Kontrast zu Tweed und Cord.
Dadurch entsteht eine Tiefe, die ein Outfit hochwertig und individuell erscheinen lässt.
Ein guter London-Look benötigt nicht viele Farben. Aber er braucht ein Gespür für Materialien und Proportionen.
01 | DER CITY CLASSIC – DUNKLER WOLLMANTEL UND WARME BRAUNTÖNE
Ein Winterlook, der klassische Eleganz mit urbaner Lässigkeit verbindet.
Unser erster Look setzt auf eine besonders harmonische Kombination.
Ein langer, dunkelbraun karierter Wollmantel bildet den Mittelpunkt.
Darunter ein schwarzer Rollkragenpullover.
Dazu eine warme rostbraune Cordhose und kräftige braune Lederboots.
Abgerundet wird das Outfit durch eine dezente Sonnenbrille.
Das Besondere an dieser Kombination ist das Zusammenspiel unterschiedlicher Materialien.
Der strukturierte Wollmantel verleiht dem Look eine klassische Silhouette.
Der schwarze Rollkragenpullover bildet eine ruhige, elegante Grundlage.
Und die Cordhose bringt mit ihrer charakteristischen Oberfläche eine zusätzliche Dimension in das Outfit.
Die Lederboots setzen einen robusteren Akzent.
Dadurch entsteht ein Look, der nicht übertrieben formell wirkt und trotzdem ausgesprochen gepflegt erscheint.
WARUM DIESER LOOK FUNKTIONIERT
Dunkelbraun, Schwarz und Rostbraun bilden eine warme, herbstliche Farbpalette.
Besonders wichtig ist dabei, dass der Mantel ausreichend Raum für den darunterliegenden Strick bietet.
Eine etwas großzügigere Silhouette wirkt bei einem langen Wintermantel oft eleganter als ein sehr enger Schnitt.
Die Cordhose darf ebenfalls etwas entspannter fallen.
Dadurch entsteht eine moderne Proportion, die gut zu kräftigen Boots passt.
Unser Stylingtipp: Ein schwarzer Rollkragenpullover gehört zu den vielseitigsten Kleidungsstücken der Wintergarderobe. Er funktioniert unter Wollmänteln ebenso wie unter Sakkos und Lederjacken.
Unser Stilurteil: Maskulin, urban und zeitlos. Ein hervorragender Look für Männer, die klassische Materialien bevorzugen, aber nicht wie auf dem Weg zu einem Geschäftstermin aussehen möchten.
02 | DER TONAL GENTLEMAN – CAMEL, BEIGE UND BRAUN
Eine elegante Farbfamilie. Drei Schichten. Ein außergewöhnlich harmonischer Look.
Unser zweiter London-Look zeigt, wie interessant Herrenmode aussehen kann, wenn man auf starke Farbkontraste verzichtet.
Die Grundlage bildet ein beigebrauner Anzug beziehungsweise eine abgestimmte Tailoring-Kombination.
Dazu ein warmer camel-farbener Rollkragenpullover.
Darüber ein langer, heller Wollmantel mit klassischer Doppelreiher-Optik.
Braune Schuhe und eine dezente Sonnenbrille vervollständigen das Outfit.
Der entscheidende Gedanke heißt Ton-in-Ton.
Dabei werden mehrere Nuancen derselben Farbfamilie miteinander kombiniert.
In diesem Fall bewegen sich die einzelnen Kleidungsstücke zwischen Camel, Beige, Taupe und warmem Braun.
Dadurch entsteht ein ausgesprochen ruhiges Gesamtbild.
Obwohl mehrere Schichten getragen werden, wirkt die Kombination nicht überladen.
WARUM DIESER LOOK FUNKTIONIERT
Ton-in-Ton-Looks leben von kleinen Unterschieden.
Wären sämtliche Kleidungsstücke exakt gleichfarbig und aus ähnlichen Stoffen, könnte die Kombination schnell etwas flach wirken.
Hier entsteht die Spannung durch unterschiedliche Helligkeiten und Oberflächen.
Der Rollkragenpullover bringt eine weiche Strickstruktur.
Der Anzug sorgt für klare Linien.
Der Mantel bildet mit seiner Länge und seinem Volumen den äußeren Rahmen.
Besonders wichtig ist die Passform.
Ein Mantel über einem Sakko benötigt genügend Bewegungsfreiheit an Schultern und Brust.
Unser Stylingtipp: Wer einen Ton-in-Ton-Look zusammenstellt, sollte unterschiedliche Materialien kombinieren. Feinstrick, Flanell und strukturierte Wolle sind dafür besonders geeignet.
Unser Stilurteil: Ruhig, luxuriös und modern. Ein Look, der beweist, dass Eleganz nicht von starken Farbkontrasten abhängig ist.
03 | DER FARBAKZENT – ORANGE ALS BEWUSSTES STATEMENT
Klassische Schneiderkunst darf auch Farbe zeigen.
Manche Männer meiden kräftige Farben beinahe grundsätzlich.
Schwarz.
Grau.
Navy.
Vielleicht noch ein wenig Braun.
Das ist verständlich, schließlich gehören diese Töne zu den zuverlässigsten Grundlagen einer klassischen Herrengarderobe.
Doch manchmal lohnt es sich, die vertraute Farbpalette zu verlassen.
Unser dritter Look zeigt, wie das funktionieren kann.
Der Mittelpunkt ist ein kräftig orangefarbener Wollmantel.
Darunter ein schwarzer Rollkragenpullover.
Dazu eine dunkle Cordhose und elegante braune Lederboots.
Ein ausdrucksstarker, gemusterter Schal bringt zusätzliche Tiefe in die Kombination.
Gerade der Schal macht den Look interessant.
Seine ornamentalen Muster und die warmen Farbtöne verbinden den kräftigen Mantel mit der dunkleren Kleidung.
Das Ergebnis ist ein auffälliges Outfit, das trotzdem nicht beliebig wirkt.
WARUM DIESER LOOK FUNKTIONIERT
Ein kräftiger Farbton benötigt eine ruhige Umgebung.
Deshalb funktioniert der schwarze Rollkragenpullover besonders gut.
Er lässt dem orangefarbenen Mantel die Hauptrolle.
Auch die dunkle Hose hält das Gesamtbild zusammen.
Der Schal darf gemustert sein, sollte aber einzelne Farben des Outfits wieder aufnehmen.
So entsteht eine Verbindung zwischen den verschiedenen Elementen.
Entscheidend ist außerdem die Qualität des Mantels.
Gerade bei auffälligen Farben werden Material und Schnitt besonders sichtbar.
Unser Stylingtipp: Wer erstmals einen kräftig farbigen Mantel ausprobieren möchte, sollte den Rest der Garderobe bewusst zurückhaltend gestalten.
Unser Stilurteil: Selbstbewusst, individuell und ausgesprochen interessant. Ein Look für Männer, die klassische Eleganz mögen, aber gelegentlich bewusst aus der Reihe tanzen möchten.
04 | DER CITY AVIATOR – ROBUSTE ELEGANZ MIT CHARAKTER
Ein markanter Jackenklassiker trifft auf Hemd, Krawatte und karierte Stoffhose.
Nicht jede elegante Winterkombination benötigt einen langen Wollmantel.
Unser vierter Look zeigt eine deutlich robustere Interpretation moderner Herrenmode.
Im Mittelpunkt steht eine dunkelbraune, gefütterte Jacke mit markantem Kragen und Bindegürtel.
Dazu kommen ein gestreiftes Hemd, eine klassische Krawatte und ein gemusterter Schal.
Eine grau karierte Stoffhose und braune Loafer vervollständigen das Outfit.
Besonders interessant ist der Gegensatz zwischen der kräftigen Oberbekleidung und den feineren Elementen darunter.
Die Jacke besitzt eine eher robuste, funktionale Ausstrahlung.
Hemd und Krawatte stammen dagegen aus der klassischen Schneidertradition.
Die karierte Hose verbindet beide Stilwelten miteinander.
WARUM DIESER LOOK FUNKTIONIERT
Der Schlüssel liegt in den Proportionen.
Die Jacke besitzt durch den Kragen, den Gürtel und die Taschen eine ausgeprägte Struktur.
Deshalb sollte die Hose klar geschnitten sein und nicht unnötig viel zusätzliches Volumen erzeugen.
Auch die Muster benötigen Aufmerksamkeit.
Gestreiftes Hemd, gemusterte Krawatte, Schal und Karohose können miteinander funktionieren, wenn sich Mustergrößen und Farben ausreichend unterscheiden.
Die warme braune Farbpalette sorgt dabei für Zusammenhalt.
Unser Stylingtipp: Ein kräftiger Jackenklassiker kann hervorragend mit eleganter Kleidung kombiniert werden. Die einzelnen Materialien sollten jedoch qualitativ und farblich miteinander harmonieren.
Unser Stilurteil: Charakterstark, maskulin und individuell. Eine spannende Alternative zum klassischen Business-Mantel.
05 | DER URBANE CLUB-LOOK – NAVY UND GOLDFARBENE KNÖPFE
Ein Klassiker der Herrenmode, modern interpretiert.
Es gibt Kleidungsstücke, die seit Jahrzehnten einen festen Platz in der klassischen Herrengarderobe besitzen.
Dazu gehört der navyblaue Zweireiher.
Unser fünfter Look kombiniert ihn mit einem fein gestreiften Hemd, einer dunklen Krawatte und einer grauen Stoffhose.
Besonders auffällig sind die goldfarbenen Knöpfe des Sakkos.
Sie erinnern an die Tradition klassischer Blazer aus dem britischen Club- und Freizeitbereich.
Dazu kommen dunkle Loafer, die dem Outfit eine entspannte Eleganz verleihen.
Die Kombination besitzt eine bemerkenswerte Vielseitigkeit.
Sie wirkt gepflegt genug für einen gehobenen Lunch oder einen geschäftlichen Termin, ohne zwingend den Charakter eines vollständigen Anzugs zu besitzen.
WARUM DIESER LOOK FUNKTIONIERT
Dunkelblau und Grau gehören zu den zuverlässigsten Farbkombinationen der klassischen Herrenmode.
Sie harmonieren miteinander, ohne langweilig zu wirken.
Das gestreifte Hemd bringt eine grafische Struktur.
Die dunkle Krawatte sorgt für zusätzliche Ruhe.
Und die goldfarbenen Knöpfe setzen einen gezielten Akzent.
Bei einem Zweireiher ist die Passform besonders wichtig.
Die Front sollte sauber schließen, ohne zu spannen.
Die Schulterlinie muss stimmen.
Und die Länge sollte zur Hose und zur gesamten Silhouette passen.
Unser Stylingtipp: Ein navyblauer Blazer mit goldfarbenen Knöpfen funktioniert besonders gut mit grauen Flanellhosen, hellen Chinos oder hochwertigen Wollhosen.
Unser Stilurteil: Britisch inspiriert, souverän und bemerkenswert zeitlos. Ein hervorragender Look für Männer, die klassische Schneiderkunst modern tragen möchten.
06 | DER MODERNE TAILORING-LOOK – DER HELLE ZWEIREIHER
Reduzierte Farben, moderne Proportionen und eine selbstverständliche Eleganz.
Zum Abschluss unserer London-Edition zeigen wir einen Look, der klassische Schneidertradition mit einer besonders entspannten Ausstrahlung verbindet.
Die Grundlage bildet ein heller, beigefarbener Zweireiher-Anzug.
Dazu kommen ein klassisches Hemd und eine dunkle Krawatte.
Elegante Loafer ergänzen die Kombination.
Ein locker über der Schulter getragenes Accessoire verleiht dem Gesamtbild eine bewusst lässige Note.
Gerade diese Verbindung macht den Look interessant.
Der Zweireiher besitzt eine traditionell formelle Ausstrahlung.
Die hellere Farbpalette und die entspannte Präsentation lassen ihn jedoch moderner und leichter wirken.
Anders als bei einem klassischen dunklen Business-Anzug entsteht hier eine gewisse sommerliche beziehungsweise übergangszeitliche Leichtigkeit.
WARUM DIESER LOOK FUNKTIONIERT
Helle Anzüge können ausgesprochen elegant sein.
Allerdings verlangen sie ein besonderes Gespür für Material und Passform.
Gerade Beige und Creme lassen Unregelmäßigkeiten in der Silhouette schneller sichtbar werden.
Deshalb sollte das Sakko sauber an Schultern und Brust sitzen.
Die Hose darf modern und etwas weiter geschnitten sein, sollte aber kontrolliert fallen.
Eine dunkle Krawatte setzt einen interessanten Kontrast und verbindet die helle Garderobe mit klassischen Business-Elementen.
Unser Stylingtipp: Ein heller Zweireiher funktioniert mit einem weißen oder hellblauen Hemd besonders zuverlässig. Dunkelbraune Loafer können der Kombination zusätzliche Wärme verleihen.
Unser Stilurteil: Modernes Tailoring mit klassischer Grundlage. Ein Look für Männer, die Eleganz nicht mit übertriebener Förmlichkeit verwechseln.
FÜNF STILPRINZIPIEN, DIE WIR VON UNSEREN LONDON-LOOKS LERNEN KÖNNEN
Unsere sechs Outfits unterscheiden sich deutlich voneinander.
Trotzdem folgen sie einigen gemeinsamen Grundprinzipien.
1. EIN GUTER MANTEL KANN DAS GESAMTE OUTFIT PRÄGEN
Gerade im Herbst und Winter ist der Mantel häufig das sichtbarste Kleidungsstück.
Er bestimmt die Silhouette, beeinflusst die Farbwirkung und kann einem ansonsten einfachen Outfit eine vollkommen neue Qualität verleihen.
Deshalb lohnt es sich, in einen gut geschnittenen, hochwertigen Wollmantel zu investieren.
Nicht jeder Mann benötigt fünf unterschiedliche Mäntel.
Aber ein einziger wirklich guter Mantel kann einen erheblichen Unterschied machen.
2. MATERIALIEN SIND OFT WICHTIGER ALS LOGOS
Cord, Flanell, Tweed, Strick und hochwertige Wollstoffe besitzen jeweils eine eigene Oberflächenstruktur.
Wer unterschiedliche Materialien bewusst kombiniert, kann selbst mit wenigen Farben interessante Outfits gestalten.
Gerade klassische britisch inspirierte Herrenmode lebt von solchen Kombinationen.
Ein hochwertiger Wollmantel benötigt kein großes Markenlogo, um gut auszusehen.
3. ROLLKRAGENPULLOVER SIND EINE ELEGANTE ALTERNATIVE ZUM HEMD
Unsere ersten drei London-Looks zeigen, wie vielseitig der Rollkragenpullover eingesetzt werden kann.
Unter einem langen Wollmantel.
Unter einem Sakko.
Oder als ruhiger Kontrast zu einem auffälligen Kleidungsstück.
Besonders klassische Farben wie Schwarz, Creme, Braun und Dunkelblau lassen sich hervorragend kombinieren.
Wichtig ist eine gute Passform.
Der Pullover sollte sauber am Körper liegen, ohne unangenehm einzuengen.
4. FARBE BRAUCHT KEINE ÜBERTREIBUNG
Ein orangefarbener Mantel kann hervorragend aussehen.
Aber er benötigt nicht unbedingt noch eine knallrote Hose, grelle Schuhe und drei zusätzliche auffällige Accessoires.
Wer einen starken Farbakzent setzt, sollte den übrigen Look bewusst darauf abstimmen.
Gerade dadurch entsteht eine elegante Wirkung.
5. EIN ZWEIREIHER IST NICHT NUR FÜR FORMELLE ANLÄSSE GEEIGNET
Der klassische Zweireiher besitzt eine erstaunliche Vielseitigkeit.
Mit Hemd und Krawatte wirkt er gepflegt und traditionell.
Mit einem Rollkragenpullover kann er deutlich entspannter erscheinen.
Und in helleren Farben lässt er sich auch als moderner Smart-Casual-Look interpretieren.
Entscheidend ist nicht nur die Art des Sakkos.
Sondern die Kombination mit Hose, Schuhen und Accessoires.
WELCHE FARBEN FUNKTIONIEREN IM LONDON WINTER STYLE BESONDERS GUT?
Die Farbwelt unserer sechs Looks besitzt einen gemeinsamen Charakter.
Sie setzt überwiegend auf klassische, warme und gedeckte Töne.
Besonders interessant sind diese Kombinationen:
NAVY UND GRAU
Eine der vielseitigsten Kombinationen klassischer Herrenmode. Ideal für Blazer, Wollhosen und elegante City-Looks.
CAMEL UND BRAUN
Warm, hochwertig und besonders gut geeignet für Ton-in-Ton-Outfits im Herbst und Winter.
SCHWARZ UND ROSTBRAUN
Ein interessanter Kontrast zwischen klassischer Zurückhaltung und warmen, erdigen Farbtönen.
ORANGE UND ANTHRAZIT
Eine Kombination für Männer, die einen auffälligen Akzent setzen möchten, ohne die gesamte Garderobe bunt gestalten zu müssen.
BEIGE UND DUNKELBRAUN
Ruhig, elegant und besonders schön bei strukturierten Wollstoffen, Strick und klassischen Lederschuhen.
Das Entscheidende ist dabei, dass Farben nicht isoliert betrachtet werden sollten.
Auch der Stoff beeinflusst ihre Wirkung.
Ein brauner Cordstoff reflektiert das Licht anders als ein glatter brauner Anzugstoff.
Ein matter Wollmantel wirkt anders als eine glänzende Lederjacke.
Und ein cremefarbener Strickpullover kann eine dunkle Kombination optisch deutlich aufhellen.
Wer diese Unterschiede versteht, kann auch mit einer überschaubaren Garderobe interessante Looks entwickeln.
WIE VIELE KLEIDUNGSSTÜCKE BRAUCHT MAN FÜR EINEN GUTEN WINTERLOOK?
Vielleicht weniger, als man zunächst denkt.
Ein hochwertiger Wollmantel.
Zwei oder drei gut kombinierbare Hosen.
Ein paar klassische Rollkragenpullover.
Ein gut sitzender Blazer.
Dazu hochwertige Schuhe und einige ausgewählte Accessoires.
Bereits daraus lassen sich zahlreiche unterschiedliche Outfits zusammenstellen.
Entscheidend ist eine durchdachte Garderobe.
Kleidungsstücke sollten möglichst miteinander harmonieren.
Ein dunkelblauer Blazer funktioniert beispielsweise mit einer grauen Wollhose genauso gut wie mit einer hellen Chino.
Ein camel-farbener Mantel lässt sich mit schwarzen, dunkelbraunen und cremefarbenen Kleidungsstücken kombinieren.
Und ein schwarzer Rollkragenpullover gehört zu den vielseitigsten Grundlagen einer gepflegten Wintergarderobe.
Wer seine Kleidung bewusst auswählt, benötigt nicht zwangsläufig einen überfüllten Kleiderschrank.
Guter Stil entsteht nicht durch die Anzahl der Kleidungsstücke. Sondern durch ihre Kombination.
UNSER FAZIT – LONDONER ELEGANZ IST KEINE FRAGE DES ALTERs
Londoner Herrenmode besitzt eine besondere Fähigkeit.
Sie kann ausgesprochen traditionell sein, ohne altmodisch zu wirken.
Und sie kann modern und individuell erscheinen, ohne ihre klassischen Grundlagen aufzugeben.
Unsere sechs Looks zeigen genau diese Bandbreite.
Der dunkle City Classic lebt von warmen Materialien und einer markanten Silhouette.
Der Tonal Gentleman beweist, wie elegant eine sorgfältig abgestimmte Farbfamilie wirken kann.
Der orangefarbene Mantel zeigt, dass auch ein klassisch gekleideter Mann gelegentlich Mut zur Farbe besitzen darf.
Der City Aviator verbindet robuste Oberbekleidung mit klassischem Tailoring.
Der navyblaue Club-Look erinnert an die Tradition britischer Schneiderkunst.
Und der helle Zweireiher zeigt, wie selbstverständlich moderne Eleganz getragen werden kann.
Es gibt deshalb nicht den einen richtigen London-Look.
Auch nicht den einen perfekten Mantel.
Oder den einzigen Anzug, den ein Mann besitzen sollte.
Entscheidend ist, Kleidungsstücke zu finden, die zum persönlichen Geschmack, zur eigenen Lebenssituation und zum individuellen Körperbau passen.
Ein Mann darf klassisch gekleidet sein.
Er darf auffällige Farben tragen.
Er darf mit modernen Proportionen experimentieren.
Und er darf selbstverständlich auch bei einem zeitlosen Stil bleiben, der sich über viele Jahre bewährt hat.
LONDON WINTER STYLE.
SECHS LOOKS. SECHS STILIDEEN.
BRITISCHE TRADITION TRIFFT MODERNE INDIVIDUALITÄT.
Denn wirklich guter Stil entsteht nicht dadurch, dass man jeden Trend mitmacht.
Sondern dadurch, dass man weiß, welche Kleidung zu einem selbst passt.
KLASSISCH. MODERN. SELBSTBEWUSST.
THE GENTLEMEN’S RESIDENCE.
THE GENTLEMEN’S RESIDENCE
THE STYLE EDIT | LONDON WINTER STYLE – 6 HERRENOUTFITS MIT CHARAKTER
Unsere neue dreiseitige THE-STYLE-EDIT-Ausgabe führt uns nach London und zeigt sechs unterschiedliche Interpretationen moderner Herrenmode.
Von langen Wollmänteln und warmen Brauntönen über kräftige Farbakzente bis zu klassischen Zweireihern und britisch inspirierten Tailoring-Looks.
Wir erklären, wie sich hochwertige Materialien, unterschiedliche Texturen und harmonische Farbkombinationen zu eleganten Männeroutfits verbinden lassen.
Dazu geben wir konkrete Stylingtipps für Rollkragenpullover, Mäntel, Cordhosen, klassische Blazer und moderne Anzüge.
TGR-MAGAZIN.DE
Das Editorial enthält: Sechs Londoner Männeroutfits, London Winter Style, britische Herrenmode, moderne klassische Männerkleidung, elegante Herrenmäntel, dunkelbrauner karierter Wollmantel, Camel Coat, Ton-in-Ton-Look für Männer, orangefarbener Wollmantel, Rollkragenpullover kombinieren, Cordhosen für Herren, moderne Winterjacken, britisches Tailoring, navyblauer Zweireiher, Blazer mit goldfarbenen Knöpfen, heller Doppelreiher-Anzug, graue Wollhosen, elegante Loafer, Herrenboots, klassische Winteraccessoires, Layering und fünf Stilregeln für die moderne Wintergarderobe.
Redaktioneller Hinweis: Die dargestellten Outfits wurden unabhängig nach modischen und redaktionellen Kriterien zusammengestellt. Die Bildstrecke dient der stilistischen Inspiration und stellt keine Dokumentation konkreter Markenprodukte dar. Es bestehen keine bezahlten Kooperationen, kein Sponsoring und keine bezahlte Werbung.
