Die Etikette – die Kommunikation mit dem Somelier von Anfang bis Ende



WEIN RICHTIG BESTELLEN. 🍷
Eine gute Weinkarte kann beeindruckend sein. Der souveräne Umgang damit ist es noch mehr.
Wer in einem guten Restaurant Wein bestellt, muss weder Sommelier spielen noch mit Fachbegriffen beeindrucken. Stil zeigt sich vielmehr darin, klar zu kommunizieren, Empfehlungen anzunehmen und zu wissen, was beim Probieren tatsächlich geprüft wird.
Weiß, Rot oder Champagner? Zum Essen passend auswählen, dem Sommelier Geschmack und ruhig auch den gewünschten Preisrahmen nennen. Wird die Flasche präsentiert, genügen ein kurzer Blick auf Produzent, Wein und Jahrgang und ein freundliches „Ja, vielen Dank.“
Und der berühmte Probeschluck? Der beantwortet nicht die Frage „Schmeckt mir der Wein?“, sondern: „Ist der Wein fehlerfrei?“ Kurz riechen, einen kleinen Schluck nehmen, auf Korkfehler oder Oxidation achten – fertig. Kein minutenlanges Schwenken, kein demonstratives Riechen am Korken und keine Weinvorlesung für den Nachbartisch.
Ist man unsicher, darf man den Sommelier selbstverständlich bitten, selbst zu prüfen. Genau dafür ist er da.
Auch danach zählen die Details: Glas am Stiel halten, nicht randvoll einschenken, die richtige Temperatur beachten und dem Service das Nachschenken überlassen.
Denn die vielleicht wichtigste Regel guter Wein-Etikette lautet:
Stil liegt in der Ruhe. Nicht im Auftritt.
