8 Haartrends für 2027 – gesehen in Mailand und Paris.



Die Frisuren frisch vom Laufsteg – und 2027 wird Männerhaar wieder individueller.
Über Jahre dominierte eine Grundidee fast jeden Barbershop: Seiten kurz, sauberer Fade, oben länger und möglichst exakt gestylt. Doch auf den internationalen Fashion Weeks in Mailand und Paris zeichnet sich eine andere Richtung ab.
Mehr Länge. Weichere Übergänge. Natürliche Bewegung. Weniger sichtbares Styling. Und vor allem: mehr Persönlichkeit.
Für unseren neuen THE STYLE EDIT haben wir acht Looks zusammengestellt, die diesen Wandel besonders gut zeigen:
01 · THE LIVED-IN CUT
Mittellang, weich und bewusst nicht perfekt. Keine ausrasierten Seiten, keine harten Linien – dafür Struktur, Bewegung und ein Look, der wirkt, als hätte er sich ganz selbstverständlich entwickelt.
02 · THE SOFT ROMANTIC
Längeres, leicht welliges Haar mit natürlichem Fall. Fast filmisch, elegant und ein Gegenentwurf zur technisch perfekten Barber-Frisur.
03 · THE WALL STREET SWEEP
Die 80er- und 90er-Yuppie-Ästhetik kehrt zurück: mittellanges Haar, nach hinten gelegt, weichere Seiten und ein leichter Glanz. Armani 1991 trifft 2027.
04 · THE TAILORED BUZZ CUT
Kurz heißt nicht beliebig. Der moderne Buzz Cut wird an Kopfform und Haarstruktur angepasst – oben etwas länger, an den Seiten präziser. Minimalistisch, maskulin und erstaunlich vielseitig.
05 · THE SOFT MULLET
Kein Vokuhila-Revival aus den Achtzigern, sondern eine deutlich subtilere Interpretation: vorne klassischer, hinten etwas länger und weich gestuft. Mehr Charakter, ohne zur Verkleidung zu werden.
06 · THE WARRIOR CUT
Gestuft, bewegt und mit einer ordentlichen Portion 90er-Energie. Ein Schnitt zwischen Filmstar, Rock ’n’ Roll und moderner Lässigkeit – bewusst etwas weniger kontrolliert.
07 · THE FRINGE
Der Pony ist zurück – allerdings nicht als harte Linie. Einzelne längere Strähnen fallen locker über die Stirn und geben dem Gesicht einen weicheren, fast filmischen Rahmen. 1996 statt 2016.
08 · NATURAL TEXTURE
Locken bleiben Locken. Wellen dürfen sichtbar sein. Afro-Strukturen und längere Texturen werden nicht mehr gegen ihre natürliche Form gestylt, sondern bewusst betont. Der Schnitt arbeitet mit dem Haar – nicht gegen es.
Die eigentliche Botschaft hinter all diesen Trends ist deshalb größer als eine einzelne Frisur:
DER FADE IST NICHT MEHR ALLEINHERRSCHER.
2027 geht es weniger darum, dass jeder Mann möglichst gleich perfekt frisiert aussieht. Es geht wieder stärker darum, einen Schnitt zu finden, der zu Gesicht, Haarstruktur, Alter, Stil und Persönlichkeit passt.
Und vielleicht ist genau das die interessanteste Entwicklung: Eine gute Frisur soll nicht mehr zuerst nach Barbershop aussehen. Sie soll zuerst nach dem Mann aussehen, der sie trägt.
