Jeder Auftritt zählt. Sie sind groß, stark und komfortabel.


Luxus beginnt dort, wo man aufhört, sich rechtfertigen zu müssen.
Rolls-Royce Cullinan, Bentley Bentayga, Range Rover SV, Mercedes-Maybach GLS und Lamborghini Urus: fünf Luxus-SUVs, fünf völlig unterschiedliche Interpretationen von Präsenz, Komfort und Leistung.
Für THE WEEKEND DRIVE haben wir sie dorthin gebracht, wo sie hingehören: nach Monte-Carlo. Zwischen Casino, Grand Hotels und nächtlichem Asphalt wird aus einem SUV mehr als ein Fortbewegungsmittel. Er wird zum Statement.
Der Stil dieses Editorials? 90er-Jahre-Magazin trifft modernen Old-Money-Luxus: große Typografie, starke Bilder, klare Fakten und ein Hauch jener Zeit, in der Luxus noch nicht erklärt werden musste.
LUXUS-SUVs – WENN KOMFORT, PRÄSENZ UND LEISTUNG ZUSAMMENKOMMEN
Der klassische Luxuswagen war einmal eine Limousine.
Lang.
Tief.
Zurückhaltend.
Heute sieht die Realität anders aus.
Viele der exklusivsten Hersteller der Welt bauen SUVs – und längst nicht mehr nur deshalb, weil der Markt danach verlangt. Die besten Modelle haben eine eigene Kategorie geschaffen: Fahrzeuge, die Komfort einer großen Limousine, Reisefähigkeit eines Grand Tourers und die Präsenz eines Geländewagens miteinander verbinden.
Dabei könnte die Interpretation kaum unterschiedlicher sein.
Ein Rolls-Royce Cullinan verfolgt eine völlig andere Idee als ein Lamborghini Urus. Ein Range Rover wirkt anders als ein Aston Martin DBX. Und ein Mercedes-Maybach GLS will etwas anderes sein als ein Porsche Cayenne.
Luxus-SUV ist deshalb heute keine einzelne Fahrzeugart mehr. Es ist eine ganze Welt.
ROLLS-ROYCE CULLINAN – LUXUS OHNE EILE
Kaum ein SUV verkörpert die Idee von kompromisslosem Luxus so konsequent wie der Rolls-Royce Cullinan.
Seine Aufgabe besteht nicht darin, sportlicher als alle anderen zu wirken.
Er soll vor allem eines:
Ruhe schaffen.
Hohe Sitzposition, großzügiger Innenraum, aufwendige Materialien und jene besondere Abgeschiedenheit von der Außenwelt, für die Rolls-Royce seit Jahrzehnten steht.
Der Cullinan ist weniger klassischer SUV als eine Rolls-Royce-Limousine mit einer völlig anderen Architektur.
Und genau deshalb funktioniert er.
BENTLEY BENTAYGA – DER BRITISCHE GRAND TOURER ALS SUV
Der Bentayga interpretiert Luxus etwas dynamischer.
Bentley steht traditionell für die Verbindung aus Geschwindigkeit, Langstreckenkomfort und handwerklich geprägtem Interieur.
Genau diese DNA überträgt der Bentayga in die SUV-Klasse.
Holz.
Leder.
Metall.
Kräftige Motorisierung.
Und ein Innenraum, der stärker nach Grand Tourer als nach klassischem Offroader wirkt.
Der Bentayga eignet sich damit besonders für Männer, die ein großes luxuriöses Fahrzeug möchten, aber nicht auf ein gewisses Maß an Fahrerorientierung verzichten wollen.
RANGE ROVER – DIE URFORM DES LUXUS-SUV
Lange bevor nahezu jede Premiummarke ein Luxus-SUV im Programm hatte, existierte bereits der Range Rover.
Und vielleicht ist das sein größter Vorteil.
Er wirkt nicht wie ein Sportwagenhersteller, der beschlossen hat, plötzlich höher zu bauen.
Der Range Rover besitzt seine eigene Geschichte.
Komfort.
Geländetauglichkeit.
Britische Zurückhaltung.
Klare Gestaltung.
In hochwertigeren Ausführungen kann er sich problemlos mit klassischen Luxuslimousinen messen, ohne seine Herkunft als echtes All-Terrain-Fahrzeug vollständig zu verleugnen.
RANGE ROVER SV – WENN ZURÜCKHALTUNG ZUM LUXUS WIRD
Besonders die exklusiveren SV-Ausführungen zeigen, wie stark moderner Luxus über Details funktioniert.
Materialien.
Farbkombinationen.
Sitzkomfort.
Verarbeitung.
Personalisierung.
Der Range Rover muss dafür nicht optisch besonders laut werden.
Gerade deshalb passt er sehr gut zu einer Form von Luxus, die weniger erklären möchte.
Ein Fahrzeug, das seine Präsenz nicht erst durch Spoiler beweisen muss.
MERCEDES-MAYBACH GLS – DIE LOUNGE AUF RÄDERN
Der Mercedes-Maybach GLS verfolgt eine deutlich andere Philosophie.
Hier steht vor allem der Fond im Mittelpunkt.
Großzügige Sitze.
Komfort.
Ruhige Reisequalitäten.
Hochwertige Materialien.
Das Fahrzeug eignet sich deshalb besonders für Kunden, die einen SUV nicht ausschließlich selbst fahren möchten.
Im Grunde verbindet der Maybach GLS zwei Fahrzeugwelten:
die hohe Sitzposition und Präsenz eines großen SUV mit dem Anspruch einer Chauffeurslimousine.
MERCEDES-AMG G 63 – DIE IKONE, DIE NIE LEISE WAR
Die G-Klasse ist ein Sonderfall.
Ursprünglich als Geländewagen konzipiert, wurde sie über Jahrzehnte zu einem der markantesten Luxusfahrzeuge überhaupt.
Gerade der AMG G 63 lebt von diesem Widerspruch.
Kastenförmig.
Robust.
Laut.
Leistungsstark.
Und gleichzeitig mit einem Innenraum, der längst weit entfernt von einem klassischen Nutzfahrzeug ist.
Der G 63 ist kein Understatement.
Aber er besitzt etwas, das mindestens genauso wichtig sein kann:
eine unverwechselbare Identität.
ASTON MARTIN DBX – DER SUV ALS SPORTLICHER GRAND TOURER
Aston Martin stand jahrzehntelang für elegante Coupés und Grand Tourer.
Der DBX musste deshalb eine schwierige Aufgabe lösen:
Er durfte nicht nur ein großer SUV mit Aston-Martin-Logo sein.
Er musste sich auch wie ein Aston Martin anfühlen.
Das gelingt vor allem über Proportion, Fahrcharakter und jene Mischung aus Sportlichkeit und Langstreckenfähigkeit, die zur Marke gehört.
Gerade leistungsorientierte Varianten wie der DBX707 zeigen, wie weit sich die SUV-Klasse inzwischen von ihrem ursprünglichen Geländewagen-Image entfernt hat.
LAMBORGHINI URUS – DER SUPERCAR-GEDANKE IM SUV
Der Urus macht keinen Versuch, dezent zu sein.
Scharfe Linien.
Breite Karosserie.
Aggressive Details.
Hohe Leistung.
Er übersetzt die extrovertierte Lamborghini-Welt in eine alltagstauglichere Fahrzeugform.
Und genau deshalb polarisiert er.
Für Puristen ist er vielleicht zu weit vom klassischen Supersportwagen entfernt.
Für andere ist er gerade deshalb interessant:
Lamborghini-Atmosphäre mit vier Türen, Platz und deutlich mehr Alltagstauglichkeit.
PORSCHE CAYENNE – DER SPORTWAGENHERSTELLER, DER ES FRÜH VERSTAND
Als Porsche den ersten Cayenne präsentierte, war die Idee eines SUV aus Zuffenhausen für viele beinahe ein Sakrileg.
Heute ist klar:
Der Cayenne hat die Kategorie entscheidend mitgeprägt.
Seine große Stärke liegt bis heute darin, SUV-Komfort mit einer überraschend fahraktiven Abstimmung zu verbinden.
Er ist weniger Chauffeursfahrzeug und stärker Auto für denjenigen, der tatsächlich selbst fahren möchte.
Genau darin unterscheidet er sich von vielen luxuriöseren Konkurrenten.
BMW XM – LUXUS MIT MAXIMALER PRÄSENZ
Der BMW XM steht für eine sehr moderne, bewusst expressive Interpretation des Luxus-SUV.
Große Flächen.
Starke grafische Elemente.
Performance.
Ein Innenraum, der klassische BMW-M-Elemente mit luxuriöser Inszenierung verbindet.
Subtil ist das nicht.
Soll es auch nicht sein.
Der XM zeigt besonders deutlich, dass Luxus heute längst nicht mehr automatisch mit Zurückhaltung gleichgesetzt wird.
Manche Fahrzeuge wollen gesehen werden.
FERRARI PUROSANGUE – DIE AUSNAHME AUS MARANELLO
Ferrari selbst geht mit der Bezeichnung SUV traditionell vorsichtig um.
Und tatsächlich besitzt der Purosangue eine deutlich andere Charakteristik als viele klassische Vertreter der Klasse.
Vier Türen.
Hohe Alltagstauglichkeit.
Mehr Bodenfreiheit.
Aber gleichzeitig Proportionen und Fahrdynamik, die sehr stark aus der Ferrari-Welt stammen.
Der Purosangue ist deshalb weniger ein klassisches Luxus-SUV als eine neue Form des hochbeinigen Grand Tourers.
Gerade das macht ihn interessant.
LUXUS BEDEUTET NICHT BEI JEDEM HERSTELLER DASSELBE
Das Spannende an dieser Fahrzeugklasse ist ihre Bandbreite.
Beim Cullinan bedeutet Luxus vor allem Ruhe.
Beim Bentayga traditionelles Grand Touring.
Beim Range Rover Souveränität und Vielseitigkeit.
Beim Maybach GLS Fondkomfort.
Beim Urus Performance und Präsenz.
Beim DBX sportliche Eleganz.
Beim Cayenne Fahrerorientierung.
Beim G 63 Charakter.
Und beim Purosangue die Übertragung einer Supersportwagen-DNA in ein völlig neues Format.
Darum gibt es auch nicht das beste Luxus-SUV.
Es gibt nur dasjenige, dessen Charakter am besten zum Fahrer passt.
DER INNENRAUM IST HEUTE FAST WICHTIGER ALS DIE LEISTUNG
Leistung ist in dieser Klasse beinahe selbstverständlich geworden.
Viele Fahrzeuge besitzen Reserven, die auf öffentlichen Straßen kaum ausgeschöpft werden können.
Interessanter wird deshalb die Frage:
Wie fühlt sich ein Fahrzeug nach fünf Stunden Autobahn an?
Wie gut sind die Sitze?
Wie leise ist der Innenraum?
Wie intuitiv funktioniert die Bedienung?
Wie wirken Leder, Holz, Metall oder Textilien nach Jahren?
Gerade bei Luxusfahrzeugen entscheidet sich Qualität häufig nicht im Datenblatt.
Sondern im täglichen Umgang.
MATERIALIEN MÜSSEN ECHT WIRKEN
Luxus verliert schnell seine Wirkung, wenn Materialien nur teuer aussehen sollen.
Zu viel Klavierlack.
Zu viele beleuchtete Flächen.
Zu viele künstlich inszenierte Effekte.
Die überzeugendsten Innenräume schaffen eine Balance.
Gutes Leder.
Holz.
Metall.
Hochwertige Stoffe.
Und genügend Ruhe, damit diese Materialien überhaupt wirken können.
GRÖSSE IST NICHT AUTOMATISCH LUXUS
Ein Fahrzeug kann fünf Meter lang sein und trotzdem wenig elegant wirken.
Größe allein erzeugt keine Klasse.
Entscheidend sind Proportion, Design und die Frage, ob das Fahrzeug seine Dimensionen beherrscht.
Gerade bei SUVs ist das schwierig.
Zu viel Chrom, zu große Räder oder zu viele Designelemente können schnell dazu führen, dass ein Auto eher massiv als souverän wirkt.
Die besten Entwürfe brauchen trotz ihrer Größe eine gewisse visuelle Ruhe.
SELBST FAHREN ODER GEFAHREN WERDEN?
Auch diese Frage trennt die Konzepte.
Maybach und Cullinan funktionieren hervorragend als Chauffeursfahrzeuge.
Cayenne, DBX und Urus richten sich deutlich stärker an den Fahrer.
Range Rover liegt irgendwo dazwischen.
Das sollte bei der Wahl eines solchen Fahrzeugs stärker berücksichtigt werden als reine Leistungswerte.
Denn ein Mann, der jeden Kilometer selbst fährt, stellt andere Anforderungen als jemand, der den Großteil seiner Zeit im Fond verbringt.
DAS LUXUS-SUV ALS REISEWAGEN
Vielleicht liegt hier die eigentliche Stärke der Klasse.
Gepäck hinein.
Mehrere Personen.
Lange Autobahnstrecke.
Schlechtes Wetter.
Bergpass.
Hotelzufahrt.
Alles mit demselben Auto.
Ein großer SUV kann Dinge miteinander verbinden, für die früher vielleicht mehrere unterschiedliche Fahrzeugtypen notwendig gewesen wären.
Und genau das erklärt einen großen Teil seines Erfolges.
DER PREIS ALLEIN MACHT NOCH KEINE IKONE
Ein Fahrzeug wird nicht automatisch interessant, weil es teuer ist.
Manche sehr kostspieligen Modelle verschwinden nach wenigen Jahren aus dem kollektiven Gedächtnis.
Andere entwickeln sofort eine eigene Identität.
G-Klasse.
Range Rover.
Cullinan.
Urus.
Man erkennt sie schon an der Silhouette.
Und genau das gehört zu gutem Automobildesign.
DISKRETION ODER PRÄSENZ?
Vielleicht ist das die wichtigste Frage bei Luxus-SUVs.
Möchte man ein Fahrzeug, dessen Qualität sich erst auf den zweiten Blick erschließt?
Dann passen Range Rover, Bentayga oder bestimmte klassische Ausführungen besonders gut.
Oder soll das Auto bewusst Präsenz zeigen?
Dann liegen G 63, Urus oder XM näher.
Beides kann legitim sein.
Es sind lediglich zwei völlig unterschiedliche Vorstellungen von Luxus.
DER MODERNE GENTLEMAN UND DAS SUV
Ein Gentleman muss keinen britischen Roadster fahren.
Ebenso wenig muss er einen großen SUV ablehnen, nur weil dieser nicht dem romantischen Bild eines klassischen Sportwagens entspricht.
Automobilkultur entwickelt sich.
Entscheidend bleibt, ob ein Fahrzeug zum eigenen Leben passt.
Familie.
Reisen.
Geschäft.
Freizeit.
Stadt.
Land.
Ein gutes Auto sollte diese Anforderungen erfüllen – und nicht ausschließlich Eindruck auf dem Parkplatz machen.
LUXUS-SUVs – MEHR ALS NUR STATUS
Die besten Vertreter dieser Klasse zeigen, dass ein SUV durchaus Charakter besitzen kann.
Vom nahezu lautlosen Rolls-Royce Cullinan über den britischen Range Rover und Bentley Bentayga bis zu DBX, Cayenne, Urus oder G-Klasse reicht die Bandbreite heute von zurückhaltender Eleganz bis zur maximalen Performance.
Was davon wirklich luxuriös ist, entscheidet am Ende nicht nur der Preis.
Sondern die Frage, wie selbstverständlich Komfort, Design, Material und Charakter zusammenfinden.
Ein gutes Luxus-SUV muss nicht jedem gefallen. Es sollte nur sehr genau wissen, was es sein will.
Das Editorial „Luxus-SUVs“ widmet sich einigen der prägendsten Fahrzeuge im oberen SUV-Segment – darunter Rolls-Royce Cullinan, Bentley Bentayga, Range Rover, Mercedes-Maybach GLS, Mercedes-AMG G 63, Aston Martin DBX, Lamborghini Urus, Porsche Cayenne, BMW XM und Ferrari Purosangue. Ein THE WEEKEND DRIVE über unterschiedliche Vorstellungen von Luxus, Performance, Reisekomfort und automobilen Charakter.
Transparenzhinweis: Die im Editorial genannten Hersteller und Fahrzeuge wurden von THE GENTLEMEN’S RESIDENCE unabhängig nach redaktionellen Gesichtspunkten ausgewählt. Es handelt sich um keine bezahlte Kooperation, kein Sponsoring und keine beauftragte Platzierung. Die Auswahl stellt keine verbindliche Rangliste oder Kaufempfehlung dar; Modelle, Ausstattungen und technische Spezifikationen können sich ändern.
